Kernleitbild der Rudolf Steiner Schulen in der Schweiz
Die Rudolf Steiner Schulen sind autonome öffentliche Schulen in
nicht staatlicher Trägerschaft; sie sind allen Bevölkerungskreisen
zugänglich, unabhängig von deren weltanschaulich-religiöser
oder politischer Haltung und wirtschaftlicher Situation.
Die Rudolf Steiner Schulen vertreten ein eigenständiges pädagogisches
Anliegen. Sie orientieren sich konsequent an den Entwicklungsbedürfnissen
des heranwachsenden Menschen. Die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners
ist für die Unterrichtenden die Grundlage für das Verständnis
und den Umgang mit dieser Entwicklung.
Durch die angestrebte Pädagogik sollen die Kinder und Jugendlichen
Selbständigkeit entwickeln und Initiativkraft, soziales Verantwortungsbewusstsein
so wie schöpferische Fähigkeiten entfalten.
Die Rudolf Steiner Schulen führen im vollen Ausbau vom Kindergarten
bis zum zwölften Schuljahr.
Durch pädagogisch-didaktische Mittel werden die jeweiligen Entwicklungsphasen
begleitet. Immer geht es im weitesten Sinne - physisch, seelisch, geistig
- um erlebnisstarke Beziehungen zur Welt, zum Mitmenschen und zu sich
selber, welche das Kind und der Jugendliche suchen; sie bilden das Fundament
für das Verständnis von Welt und Mensch.
Dabei kommt der künstlerischen Tätigkeit auf allen Altersstufen
eine besondere Rolle zu. Es geht um das Fördern von Entwicklungen,
in dem Lernziele verfolgt und erreicht werden. Rudolf Steiner Schulen
führen Jahrgangsklassen ohne Selektion, was grosse Möglichkeiten
der sozialen Erziehung eröffnet.
Durch diese Pädagogik werden die wesentlichen Forderungen unserer
Zeit nach Teamfähigkeit, Fantasie und vernetztem Denken in einem
Umfeld des lebenslangen Lernens in nachhaltiger Weise erfüllt. |