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1./2. Klasse

Die Steiner Schulen beginnen mit dem expliziten Lernen der Kulturtechniken erst nach dem Übertritt des Kindes in den schulischen Lernzeitraum der 1. Klasse. Der Übertritt berücksichtigt die gesamte Entwicklungssituation des einzelnen Kindes und erfolgt in der Regel um das 7. Lebensjahr.

Gelernt wird mit allen Sinnen, lebensnah, mit Rhythmus und Wiederholung. Die Einführung von Rechnen, Schreiben und Lesen ist eingebettet in Bilder, Lieder, Bewegungsspiele und Geschichten. Selbst der Zahlenraum erklingt und wird rhythmisch mit dem ganzen Körper erlebt. Es ist wichtig, dass die Kinder Aufmerksamkeit entwickeln, dass ihre Fantasie Nahrung bekommt, dass sie aber auch stillsitzen lernen und fähig werden, sich durch verbindliches Tun in einen vielfältig gestalteten Ablauf einzufügen. Das Klassenzimmer selbst passt sich dem Unternehmungsgeist der Kinder an und ist beweglich. So gibt es verschiedene Sitzmöglichkeiten, welche die klassische Anordnung von Tischen und Stühlen ersetzen.

Spielerisch haben die Kinder Gelegenheit, erste Erfahrungen mit Französisch und Englisch zu machen. Der Unterrichtsstoff soll die Kinder emotional ansprechen. Der Ausblick in die Welt und der Einblick in ihre Zusammenhänge geschieht in bildhafter, phänomenologischer oder erzählender Weise. In der 1. und 2. Klasse werden Fähigkeiten und Fertigkeiten durch bewusstes und methodisch gezieltes Üben gefestigt, weiter entwickelt und gesteigert.

Im Laufe der 2. Klasse findet eine Entwicklungsbeobachtung jedes einzelnen Kindes durch alle beteiligten Lehrpersonen und den Schularzt statt. Lücken oder ein Rückstand in der Entwicklung lassen sich durch genaue Beobachtung feststellen. Kognitive und Gedächtnisfähigkeiten des Kindes werden ebenso untersucht wie die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik und des Gleichgewichtsinnes sowie das Erfassen der Raumlagen. Eine Einschätzung erfahren auch die visuelle und die auditive Wahrnehmungsfähigkeit. Auch das Zahlenverständnis wird ermittelt, da es die Basis für alle späteren mathematischen Aufgaben ist. Die Ergebnisse werden mit den Eltern besprochen und dokumentiert, damit die Kinder rechtzeitig eine allfällig erforderliche Unterstützung erhalten können.

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